Patienteninformationen

Funktionelle Störungen

Erklärung, Ursachen und Therapieansätze bei schmerzfreien und schmerzhaften Funktionsstörungen.

Illustration eines Menschen mit sichtbarem Skelett und hervorgehobenen Schmerzpunkten an Nacken und Knie

Die oft übersehene Ursache für Schmerzen im Bewegungssystem

Unter Funktionsstörungen versteht man eine Einschränkung der Beweglichkeit in den Gelenken an der Wirbelsäule und/oder den Gliedmaßen verbunden mit veränderten Spannungsverhältnissen an den Bändern und Muskeln an diesen betroffenen Gelenken. Funktionsstörungen führen zu Asymmetrie in der Körperhaltung und in den Bewegungsabläufen. Die Belastbarkeit in diesen Gelenken ist herabgesetzt.

Funktionsstörungen bleiben in der Regel schmerzfrei, solange die Nachbargelenke die Defizite ausgleichen. Sind diese Kompensationsmechanismen erschöpft, weil z. B. weitere Funktionsstörungen hinzugekommen sind oder die Belastung zugenommen hat, können Beschwerden z. B. in Form von Schmerzen auftreten. Schmerzhafte Funktionsstörungen an der Wirbelsäule und/ oder den Gliedmaßen sind mit bildgebenden Maßnahmen nicht darstellbar.

Bei Kindern und jungen Menschen mit Schmerzen, bei denen keine sichtbaren Veränderungen an den Knochen und Gelenken nachweisbar sind, sind häufig funktionelle Störungen die Ursache. Werden diese behandelt, können die Beschwerden in vielen Fällen deutlich zurückgehen.

Funktionelle Störungen an den unteren Extremitäten zeigen sich klinisch z. B. als Läuferknie (Runner’s knee oder ITBS - Iliotibialband-Syndrom), als Springerknie (Jumper’s knee oder Patellaspitzensyndrom) oder als das Schienbeinkantensyndrom (Shin splints).

Funktionelle Störungen an den oberen Extremitäten zeigen sich klinisch z. B. als Tennisellenbogen, als Golferellenbogen oder als Impingementsyndrom an der Schulter.

Da Funktionsstörungen immer vorliegen, sollten diese zunächst beseitigt werden, bevor man sich mit den Folgen der Abnutzungen abfindet oder sich einer Operation unterzieht.

Die Behandlung der Funktionsstörungen sollte bei Beschwerden des Bewegungsapparates als erstes durchgeführt werden. Mögliche Behandlungen sind Manuelle Therapie/Osteopathie, FDM, Akupunktur, …

Erreicht man mit der Behandlung der Funktionsstörungen keine ausreichende Besserung, sollten klassische schulmedizinische Untersuchungen oder komplementärmedizinische Methoden folgen.

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